Wie es um die Datenbanklandschaft bestellt ist

Der Branchenbericht 2024 von Redgate umfasst Daten aus sämtlichen Wirtschaftszweigen und Unternehmensgrößen, von Entwicklern, DBAs und Softwarelieferanten bis hin zu IT-Führungskräften, CTOs und CEOs in aller Welt.

Methodology

  • 3849 Teilnehmer
  • 6 Kontinente
  • 15 Branchen

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Übersicht

Anpassung von Qualifikationen entsprechend sich ständig ändernden Anforderungen

Angesichts der wachsenden Anforderungen moderner Unternehmen und des steigenden Datenbedarfs gewinnt die neue Datenbanklandschaft zunehmend an Komplexität. Von der Verwaltung mehrerer Datenbanken bis hin zur Migration in die Cloud, der Einführung von Continuous Delivery mit DevOps und sogar der Integration von generativer KI. Der Wandel vollzieht sich schneller als je zuvor, wodurch sich eine immer wiederkehrende Herausforderung ergibt: der rasche Bedarf an einer Diversifizierung von Qualifikationen.

Unsere wichtigsten Ergebnisse zeigen, wie sich die Qualifikationslücke auf Datenexperten und Unternehmen weltweit auswirkt, und verdeutlichen die bevorstehenden Veränderungen, über die Sie informiert sein müssen.

Methodology

Unternehmen setzen auf mehrere Datenbankplattformen

Mit den sich ändernden Datenanforderungen ändert sich auch die Infrastruktur, wobei die Mehrheit der Unternehmen verschiedene Datenbankplattformen benötigt, um ihre Anforderungen zu erfüllen. Unsere Daten aus dem Jahr 2020 zeigen einen stetigen Anstieg der Unternehmen, die zwei oder mehr Datenbankplattformen verwenden (von 62% auf 79% im Jahr 2024), wobei die vier wichtigsten SQL Server, Oracle, MySQL und Postgres sind.

Mehr zu Datenbankplattformen

Immer mehr von uns gehen über Datenbankgrenzen hinweg, und die heiklen Probleme des Datenbank-DevOps sind im Grunde genommen die gleichen geblieben. Aber mit immer mehr Menschen, die sie auf verschiedenen Datenbankplattformen angehen, entsteht eine neue Ebene der Komplexität, besonders wenn man sich währenddessen an neue Tools anpassen muss.David Gummer

David Gummer

CPO, Redgate

Number of database platforms used by an organization over time

2020
  • 1 only (38%)
  • 2 or more (62%)
2021
  • 1 only (30%)
  • 2 or more (70%)
2023
  • 1 only (21%)
  • 2 or more (79%)

Dynamische Veränderungen finden in der Landschaft der technologischen Infrastruktur statt, angetrieben durch Verschiebungen in den Geschäftsanforderungen, die Rechenzentrum, Remote-Arbeit, Edge-Umgebungen und Konnektivität beeinflussen.

Forrester

Prognosen 2024: Technologische Infrastruktur in einem turbulenten Umfeld

Verwaltung mehrerer Datenbankplattformen erhöht die Qualifikationsanforderungen

Die größte Herausforderung für die Befragten, die mehr als eine Datenbankplattform verwenden, sind die Qualifikationsanforderungen. Die Auswirkungen erstrecken sich über alle Bereiche der Datenverwaltung. Für die Verwaltung mehrerer Datenbanken sind vielfältige Kompetenzen erforderlich, die sich auf verschiedene Technologien, Architekturen und Verfahrensweisen erstrecken.

"Automatisierung und künstliche Intelligenz werden den Wandel bei den von den Arbeitnehmern benötigten Qualifikationen beschleunigen. Während die Nachfrage nach technologischen Fähigkeiten bereits seit 2002 steigt, wird sie sich bis 2030 mit einem Anstieg der Arbeitsstunden um 55% noch weiter beschleunigen."

- McKinsey Global Institute, Skill shift: Automation and the future of the workforce

Mehr zu Datenbankplattformen

Einer meiner wohl größten Herausforderungen war es zu verstehen, wie ich die Best Practices für Datenbank-DevOps, die ich seit Jahren für SQL Server verwende, auf Postgres übertragen kann.Ryan Booz

Ryan Booz

Advocate, Redgate

Top 5 challenges organizations face managing different technologies in a single environment

  • Skillset requirements and individual / team training (808)
  • Data integration complexities (698)
  • Monitoring and troubleshooting (635)
  • System complexity (590)
  • Compatibility issues (563)

Datenverwaltung ist weitaus komplexer

Auf die Frage, welche Auswirkungen mehrere Datenbanktypen auf die Arbeitsabläufe haben, stand die zunehmende Komplexität ganz oben auf der Liste, während an zweiter Stelle die notwendige Diversifizierung von Fachkenntnissen genannt wurde. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Datenbankplattformen sind enorm, von den Programmiersprachen und Datenmodellen bis hin zur Architektur und den Funktionen - es gibt keine Patentlösung für alle. Obwohl die zunehmende Menge an Daten und die Art der Daten, mit denen jedes Unternehmen heutzutage arbeitet, Vorteile mit sich bringt, macht sie den Datenbankbestand gleichzeitig komplizierter und erfordert mehr Fachwissen von denjenigen, die mit der Verwaltung verschiedener Datenbanktypen betraut sind.

Mehr zu Datenbankplattformen

Selten habe ich jemanden getroffen, dessen Unternehmen nicht mit einem Datenwachstum und höheren Anforderungen an seine Daten konfrontiert war. Nicht nur die Zunahme der gespeicherten Daten ist das Thema, sondern auch die Frage, wo sie gespeichert werden. Hinter den Kulissen nimmt die Zahl der verschiedenen Datenbanken und Plattformen, die in allen Geschäftsbereichen verwendet werden, stetig zu.Max Drobot

Max Drobot

Product Manager, Redgate

Top 5 ways using multiple database technologies affect organizations' data management processes

  • Increased complexity (752)
  • Skill diversification became necessary (637)
  • Improved flexibility (591)
  • Increased data migration challenges (557)
  • Data security complexities (492)

Standardisierung über Plattformen hinweg ist ein Problem

Wie unsere Umfrage zeigt, ist die Implementierung von Änderungen an Datenbanken zunehmend schwieriger geworden. 31% der Befragten berichteten von Schwierigkeiten, die auf unterschiedliche interne Ansätze bei der Entwicklung von Anwendungen und Datenbanken zurückzuführen sind. Diese Komplexität wird durch die verschiedenen Datenbankplattformen noch verschärft. Daher müssen Unternehmen einen flexiblen Ansatz wählen, der die individuellen Eigenschaften der einzelnen Datenbanken berücksichtigt und gleichzeitig eine möglichst einheitliche Vorgehensweise anstrebt.

Hierbei handelt es sich um die größte Herausforderung bei der Implementierung von Datenbank-DevOps. Da Datenbanken naturgemäß persistiert werden müssen, sind die Mechanismen für die Bereitstellung zwangsläufig komplexer und schwieriger zu implementieren.Grant Fritchey

Grant Fritchey

Advocate, Redgate

The greatest challenge in integrating database changes into a DevOps process

  • Overcoming different approaches to application and database development (31%)
  • Synchronizing application and database changes (28%)
  • Preserving and protecting business critical data (21%)
  • Meeting security or compliance concerns (16%)
  • Keeping up with the speed of delivery of applications (5%)

70,5 % Stack Overflow 2023 Umfrage: Wie häufig stoßen Sie bei Ihrer Arbeit auf Wissensinseln? 70,5 % haben Probleme mit Wissensinseln.

Source: Stack Overflow Entwicklerumfrage 2023

Cloud-Migration ist nicht immer kosteneffizient

Die Akzeptanz der Cloud nimmt insgesamt zu. Über 88% der Befragten nutzen die Cloud in irgendeiner Form. Deren Vorteile wie Zugänglichkeit und Skalierbarkeit sind weithin unbestritten. Es hat jedoch den Anschein, dass weniger effektive Cloud-Migrationsstrategien wie "Lift and Shift" immer noch angewandt werden, denn einige der Befragten planen, ihre Nutzung zu reduzieren, wobei die Kosten als wichtigster Grund genannt werden. Die korrekte Dimensionierung und Optimierung von Ressourcen ist für die Erreichung von Kosteneffizienz unerlässlich.

Mehr zur Cloud

Wichtig ist, dass Sie in der Lage sind, Möglichkeiten zur Verlagerung von Datenbanken in die Cloud oder Optimierungstechniken zu erkennen oder sogar das Geschäft gut genug zu verstehen, um die Datenbankkapazität nur bei Bedarf zu erhöhen.Chris Yates

Chris Yates

Republic Bank

Source: Redgate Blog

Factors driving reduced cloud usage or moving towards on-premises

  • Cost (24%)
  • Security (14%)
  • Client/Vendor requirements (6%)

88%der Befragten nutzen die Cloud in irgendeiner Form.

Neue Technologien werden nur langsam angenommen

Unternehmen zeigen ein langsameres Tempo bei der Einführung neuer Technologien. Vor allem die Einführung neuer Technologien wie der generativen KI bleibt begrenzt. Nur 20% der Befragten gaben an, dass sie diese auch praktisch in ihre Datenbankverwaltung integriert haben. Die geringere Akzeptanz als erwartet wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt, wobei ein wesentliches Hindernis der Mangel an Schulungen ist.

Unternehmen nehmen neue Technologien wie die generative KI nur langsam an. Nur 20% der Befragten gaben an, mit dem Einsatz von KI für das Datenbankmanagement begonnen zu haben, wobei die mangelnde Schulung eines der Hauptprobleme darstellt.

Der Anwender von KI braucht fundierte Fachkenntnisse, um zu verstehen, ob die Ergebnisse des KI-Systems nützlich und korrekt sind. Ohne dieses Wissen ist der KI-Code vergleichbar mit dem eines Juniorentwicklers im ersten Jahr.Steve Jones

Steve Jones

Advocate, Redgate

Has your organization used AI in the context of database management?

  • Yes, we have (20%)
  • No, but we plan to (35%)
  • No, and we have no plans to (32%)
  • Other / N/A (13%)

Unternehmen haben Mühe, die Vorteile von KI/ML-Technologien voll auszuschöpfen, weil sie versuchen, sie auf verschiedene Datensätze anzuwenden, die in unterschiedlichen Formaten und an verschiedenen Orten erstellt und gepflegt werden.

Source: IDC, „Distributed by Design“-Architekturen sind für datengesteuerte digitale Infrastrukturstrategien erforderlich